Der wurzelige Weg zum Imperator
Mist – keine Karotten mehr da. Schnell in den Garten, Samen aussäen, zehn Minuten später sind die Mohrrüben fertig… besser und schneller als im richtigen Leben. Das Browsergame „Wurzelimperium“ der Upjers GmbH und Co. KG bietet diesen Gartenspaß für alle, die es virtuell mögen. Als das Spiel am 10. Februar 2008 auf einem Server online ging, ahnte noch niemand, welche Erfolge es in den nächsten beiden Jahren erzielen würde. Mittlerweile hat sich die Wurzelwelt auf 43 Server ausgedehnt… und bietet Spaß und Unterhaltung für rund 935.000 Spieler (Stand Januar 2010).
Das Prinzip der virtuellen Wurzelwelt ist ganz einfach. Nach dem Anlegen eines Accounts bekommt der Spieler einen virtuellen Garten, welchen er mit Blumen und Gemüse bepflanzen muss. Die fertigen Produkte werden verkauft – entweder auf dem Markt, an die Direktkunden, die am Gartenzaun Schlange stehen oder per „Vertrag“ an andere Spieler. Ziel ist es, dadurch möglichst viele Punkte zu ergattern, um in der Levelliste von der Startebene „Salatschleuderer“ zum „Wurzelimperator“ zu werden. Unterstützt wird dies durch vielfältige Quests, innerhalb derer es gilt, vorgegebene Produkte an die Bürger der Kleinstadt Wurzeltal zu liefern.
Ganz unkompliziert ist der Aufstieg allerdings nicht. Nach ausreichendem Anbau der ersten Gemüsesorten, Karotten und Salat, lassen sich durch Verkäufe an „Wimps“, die Kunden am Gartenzaun, erste Punkte und Wurzeltaler verdienen. Gerade in den ersten Levels werden die Gelder für das Aufpäppeln des eigenen Gartens benötigt, denn dieser gleicht zu Beginn einer Wüste. Das Entfernen der Barrieren Unkraut, Stein und Maulwurfshügel kostet viel Geld, ist aber nötig, um auf dem Feld mehr Platz zum Anpflanzen zu schaffen. Denn: Mehr Platz bedeutet mehr Gemüse, mehr Geld, mehr Punkte und somit schnellerer Aufstieg.
Mit jedem neuen Level stehen für den User zusätzliche Optionen zur Verfügung. Vorrangig gehören dazu neue Gemüsesorten und Blumenarten. Im Gegensatz zu Salat und Karotten benötigen diese zum Wachsen mehr Zeit, bringen aber mehr Geld in die Kasse des Kleingärtners. So kommen im zweiten Level „Erbsenzähler“ Gurken und Radieschen dazu, deren Anbauzeit mit 40 und 50 Minuten schon mehrfach höher ist als die der ersten Gemüsesorten. Mit steigender Levelzahl erhöht sich auch die Zahl der Möglichkeiten, die die virtuelle Gartengemeinde bietet. So kann der Spieler so genannten „Gilden“ beitreten, Dekorationsteile wie Vogelscheuchen und Parkbänke im Baumarkt erwerben oder gar eine zweiten Garten kaufen, um noch mehr Profit in noch kürzerer Zeit zu erzielen. Außerdem besteht die Möglichkeit, innerhalb der Online-Community zu agieren und durch die Überweisung echten Geldes „Coins“ zu kaufen, die zu zusätzlichen Leistungen verhelfen.
Wurzelimperium bietet Spaß für Nutzer aller Altersklassen. Der Erfolg des Browsergames ist wohl besonders dem Spielprinzip zu verdanken. Gerade Stadtmenschen bietet das Game einen Service, der in den Betonwüsten der Großstädte nicht so einfach zu bekommen ist. Auch die Nutzerfreundlichkeit des Gartens ist vorteilhaft. „Es ist einfach schön, einen Garten zu haben, in den man nicht ständig rennen muss, wenn man mal keine Lust hat“, sagt eine Nutzerin. „Außerdem verblüht nichts, wenn ich mal vergesse, die Blumen zu gießen.“ Nur einen Nachteil bietet die Wurzelwelt, gerade im Sommer: Sonnen bleibt unmöglich.
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